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Bastille und Arsenal |
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Arsenal ist der Hafen von Paris, der die Seine mit dem Canal Saint Martin verbindet und gleichzeitig zwischen Bastille und Seine die Ostgrenze des Marais bildet. Wenn Sie am Place de la Bastille anfangen, so werden Sie in der Mitte des Platzes die Säule sehen, die die Revolution von Juli 1830 ehrt auf deren Spitze sich eine goldene Statue befindet.
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Als die Bastille-Festung, welche ein Gefängnis war, während der Revolution 1789 zerstört wurde, gab es zahlreiche Projekte um die Leere, die durch die Zerstörung dieses Symbols der Monarchie entstand, zu füllen. Das ambitionierteste war wohl ein gigantischer Brunnen mit einer riesigen Elefantenstatue in der Mitte. Dieses Projekt wurde allerdings nie verwirklicht; stattdessen steht dort nun die Säule, die an die Siegessäule in Berlin oder auch an die auf dem Trafalgar Square in London erinnert.
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Das einzige was von der Bastille übriggeblieben ist, sind die an der Seite zur rue St Antoine im Pflaster eingearbeiteten Linien, die die Umrisse der Festung darstellen, sowie Mauerreste auf dem Bahnsteig Richtung Bobigny der Métro-Linie 5. Anschließend können Sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad – es gibt immer mehr Fahrradwege in Paris - die Quais erkunden und einen vollkommen anderen Blick, der eher an Amsterdam als an Paris erinnert, auf das Marais genießen. Nette Open-Air Restaurants und Cafés laden dazu ein, einen Drink auf dem Rasen mit Blick auf den Hafen zu genießen. Es wird Ihnen auffallen, dass es in Paris viele Hausboote gibt, welche ehemalige Flussfrachter sind, die von wohlhabenden Leuten gekauft und umgebaut wurden und es ihnen nun ermöglich günstiger und vorallendingen individueller als die meisten anderen Bewohner des Marais zu wohnen.
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Wenn Sie an der Seine sind, biegen Sie rechts in den Boulevard Morland ab, an dessen Ende sich des Hauptquartier der Republikanischen Garde Paris’ befindet. Genau gegenüber ist der Pavillon de l’Arsénal, in dem Pariser Architektur anhand von Modellen und Photos veranschaulicht wird und wo auch ein Blick in die Zukunft und auf kommende Projekte gewagt wird. Neben dem Blumengeschäft Monceau Fleurs, welches in Frankreich übrigens als günstig gilt (!), steht ein wunderschönes Sand- und Backsteinhaus aus dem beginnenden 17. Jahrhundert, welches ein schönes Beispiel für das Barockzeitalter ist und heute eine Privatschule beherbergt. Wenn Sie genauer hinschauen werden Sie reichverzierte Fenster entdecken, die von Löwen und Engeln umschlungen sind und sehr an Rokoko erinnern.
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Die Seine-Quais Richtung Centrum weiterverfolgend, gelangen Sie zum Village Saint Paul in dem viele Antiquitätenhändler und Designgeschäfte anzutreffen sind. Wieder zurück in Richtung Bastille, werden Sie in der rue de la Bastille an einer gastronomischen Pariser Institution vorbeikommen, dem Bofinger. Gegenüber auf der anderen Seite des Platzes befindet sich die inzwischen nicht mehr ganz so „Neue“ Oper, welche 1984 von François Mitterand ins Leben gerufen wurde. Trotz seiner für manche enttäuschenden Architektur, bietet sie doch ein spektakuläres Innenleben und kann 3 000 Zuschauer aufnehmen.
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Vergessen Sie’s auf die Säule steigen zu wollen: sie ist aus Sicherheitsgründen geschlossen, was Sie allerdings nicht davon abhalten sollte, sich ins Café Français zu setzen und die Marseillaise zu singen!
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